Alle Delegierten reden drüber, aber keiner macht’s. Tausendmal berührt, Tausendmal ist nichts passiert. Worum geht’s? Genau: Ein tatsächliches Ergebnis für unser aller Problem: Eine Treaty, ein Schriftstück, die konkret jene Lösungen anpackt, die wir brauchen. Nicht in den Köpfen, nicht irgendwie, irgendwann, irgendwo in ferner Zukunft, sondern jetzt.

Die NGO-Community (darunter indyAct, Germanwatch, WWF und Greenpeace) hat gestern Abend gegen 19:30 Uhr deutscher Zeit das vorgelegt, worauf aus der Ecke der eigentlich Verantwortlichen kaum noch jemand zu hoffen wagt: Ein Beispieldokument namens „A Copenhagen Climate Treaty“ – ein schriftlicher Beleg dafür, dass eine Lösung möglich ist, wenn nur alle Parteien tatsächlich ihrer Verantwortung gerecht und sich selbst dessen bewusst würden, was auf dem Spiel steht.

Ein bisschen erinnert mich das Pamphlet an meine sonstigen Tätigkeiten im „Web 2.0“-Bereich, steht doch unter dem eigentlich Titel „Version 1.0“. Und nicht nur das: Laut Wael Hmaidan, einer der Repräsentanten der aus der NGO-Community zusammengestellten Working Group, ist das Dokument auch eindeutig als „Open Source Vorlage“ zu verstehen. Alle NGOs hoffen und bauen gar darauf, dass möglichst viele Delegierte Teile des Textes (im richtigen Kontext, versteht sich) kopieren und wiederverwenden mögen: Copy & Paste ausdrücklich erwünscht!
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